Die Besonderheiten der Bergwiesen

Eine Zusammenstellung


 

 

Arnika-Wiesen bei Friedrichshöhe laden ein zur Wäldlertour rund um das Naturpark-Informationszentrum Friedrichshöhe (DR. GERALD SLOTOSCH)

 Die Blüte der Arnika-Wiesen ist einer der Höhepunkte der Wäldlertour, einem Sonntagserlebnis in der Landschaftsoase Friedrichshöhe. Der Begriff „Wäldler“ nimmt dabei die besondere Geschichte der Landnutzung in diesem Bereich des Naturparks Thüringer Wald auf. Zertifizierte Natur- und Landschaftsführer vermitteln bei diesen Touren den Besuchern solche Biotope und Naturphänomene, die die Kulturlandschaft rund um den Ort Friedrichshöhe prägen. Dazu gehören die Lebensräume Fichtenbergwald (Fichtenforst), Bergwiese, Quellflur und Hangmoor, aus der Bedeutung für die Tradition auch die Kräuter und Pilze sowie deren Verwendung. Außerdem symbolisiert unweit von Friedrichshöhe der „Dreistromstein“ am Rennsteig die Wasserscheide der Einzugsgebiete der Ströme Weser, Rhein und Elbe. Mit Blick auf die Natur wechseln die Themen natürlich je nach Jahreszeit und Naturparkführer. In den Monaten Mai und Juni werden bei den Wäldlertouren die Bergwiesen mit Borstgrasrasen und vor allem Bärwurzwiese zum Erlebnis. Diese Bergmähwiesentypen  prägen - neben Quellfluren - die Rodungsinsel „Friedrichshöhe“, die erst 1725 mit der Gründung einer Glashütte entstanden ist. Die Wiesen gedeihen hier auf sauren und sehr nährstoffarmen Böden, die sich auf den anstehenden Grundgesteinen Schiefer und Sanddecken bilden. Im Relief wird hier die Ausbildung eines typischen Quelltrichters der Kammlagen deutlich. Drei Quellzüge ziehen durch die Flur und vereinigen sich zum Hühnerbach. In nassen Mulden treten die Quellfluren auf. Der Borstgrasrasen kommt auf trockeneren Stellen vor, die Bärwurzwiese eher auf mäßig wasserversorgten Standorten. Im Frühsommer sind die Wiesen vom weißen Blütenmeer des Bärwurz, Meum athamanticum, überzogen. Die filigranen Blätter des Doldengewächses duften intensiver als Dill und weniger penetrant als Liebstöckel. Sie behalten das Aroma auch nach dem Trocknen und sorgen somit für den intensiven Duft des Bergheus. Im Sommer leuchten die gelben Farbtupfer der Arnika, Arnica montana. Das Korblütengewächs genießt als gefährdete Rote-Liste- Art einen besonderen Schutz. Arnika bildet am Boden Blattrosetten, die vom Mähwerk nicht erfasst werden, sie sind also durch die Mahd nicht beeinträchtigt. Grundsätzlich ist für den Erhalt artenreicher Bergwiesen eine extensive Bewirtschaftung notwendig. Dafür setzen sich der Naturpark Thüringer Wald e.V. und der Landschaftspflegeverband Thüringer Wald e.V. gemeinsam ein. Letzerer widmet sich der Durchführung von landschaftspflegerischen Maßnahmen, die dem Artenschutz dienen. Anhand von Effizienzkontrollen konnte gezeigt werden, dass die traditionell übliche einschürige Mahd nach der Blüte am besten für den Erhalt der Arnika-Wiesen geeignet ist. Die Wäldlertouren werden in der Saison jeden Sonntag ohne Anmeldung angeboten. Die wöchentlich wechselnden Themen werden für jeden Monat vorab im Internet bekanntgegeben. Alle Wäldlertouren starten am Naturpark-Informationszentrum Friedrichshöhe. Im Schlechtwetterfall ist das Haus mit Ausstellung und Dia-Ton- Schau geöffnet.

Wäldlertour von Mai bis Oktober jeden Sonntag, 14:00 Uhr, ca. 2-3 Stunden, leicht, ohne Anmeldung, 5 € / Erwachsene, Kinder frei

Zertifizierte Natur- und Landschaftsführer

Wanderschuhe und angepasste Kleidung erforderlich! Verpflegung aus eigenem Rucksack!

 Es ist mit den Waldtypischen Gefahren zu rechnen! Wanderung auf eigene Gefahr!

Copyright © 2, info@diesejimdoseite.com